Aktuelles » Mit dem Fahrzeug sicher durch den Winter (10.08.2009 / 09:14)
Um sich im Winter vor Pannen und Unfällen zu schützen, ist eine gute Vorbereitung des Fahrzeugs auf die Witterungsverhältnisse hilfreich. Es reicht nicht allein, die Funktionstüchtigkeit des Autos durch den Check von Batterie, Reifen, Öl und Lichtanlage zu überprüfen, auch für eine wintergerechte Ausrüstung im Fahrzeug muss gesorgt werden.
- Nicht richtig gewartete oder kaputte Batterien verursachen oft Pannen durch Funktionsausfall. Ist eine Batterie der Kälte ausgesetzt, sinkt der Energie-Level. Doch ausgerechnet jetzt – bei kaltem Motor – braucht sie mehr Power als sonst zum Starten. Ist die Batterie schlecht gepflegt, können Feuchtigkeit, Dreck und Korrosion dazu führen, dass durch Kriechstrom der Energie-Level noch weiter absinkt. Mit einem weichen Tuch kann man die Batterie gut vom Schmutz befreien. Der Säurestand von nicht wartungsfreien Batterien kann über das Sichtfenster überprüft werden.
- Dem Kühlwasser sollte im Winter Frostschutzmittel für einen Schutz bis zu minus 25 Grad beigemischt werden. Friert der Kühler einmal ein, platzt er, da Eis mehr Volumen einnimmt als Wasser. Ein Austausch ist dann unumgänglich. Frostschutzmittel muss auch in die Scheibenwischeranlage eingefüllt werden. Dabei bietet sich gleich die Ölstands-Kontrolle an. Beim Wintercheck, den viele Autohändler und Werkstätten anbieten, werden all diese Punkte zuverlässig kontrolliert.
- Besonders Dieselmotoren können im Winter auf die Kälte reagieren. Der Dieselkraftstoff dickt durch die Kälte ein, Ottomotoren macht die Kälte dagegen eher wenig aus. Für Dieselfahrzeuge wird an Tankstellen meist ab Oktober Winterdiesel angeboten, dieser Spezialkraftstoff behält seine Konsistenz bis minus 20 Grad. Dies ist zu beachten, wenn ein Fahrzeug lange stand und im Sommer das letzte Mal betankt wurde, denn dann ist es erforderlich Winterdiesel, bzw. spezielle Zusatzstoffe nachzufüllen.
- Durch die frühe Dunkelheit und die ungünstigen Witterungsverhältnisse ist im Winter die Lichtanlage besonders wichtig. Die Einstellung und die Sauberkeit der Scheinwerfer müssen durch regelmäßige Kontrolle überprüft werden. Auch tagsüber sollte man mit Licht fahren. Eingeschaltetes Abblendlicht oder spezielle Tagfahrlichter erhöhen die Sichtbarkeit des eigenen Fahrzeugs. In der Nacht bringen Blink- und Kurvenlichter zusätzliche Sicherheit.
- Um als Fahrer tadellos sehen zu können, muss die Scheinwerferanlage in einwandfreiem Zustand sein. Mangelhaft arbeitende Wischer neigen dazu, die Sicht durch Schmierstreifen zu behindern.
- Für sicheres Fahren im Winter empfehlen sich Winterreifen mit dem Schneeflockensymbol. Im aktuellen Winterreifentest des ADAC können Sie den für Sie passenden Reifen auswählen. Für eine gute Haftung bei Schnee sollten die Reifen eine Mindestprofiltiefe von 4Millimetern aufweisen und frei von Schäden an Lauffläche und Seitenwänden sein.
- Ein wichtiger Bestandteil der Winterausrüstung sind Schneeketten. Die Montage sollte vorher für den Ernstfall geprobt werden. Eiskratzer, Besen, Starthilfekabel, Handschuhe und ein Klappspaten gehören ebenfalls zum Winter-Kit und können gegebenenfalls wichtige Dienste leisten.
- Auf längeren Fahrten sollten immer genügend Jacken und Decken im Auto sein. Bei stundenlangen Staus oder bei einer Panne sind die Fahrzeuginsassen so gut vor der Kälte geschützt. Das Mitführen von heißen Getränken ist ebenso von Vorteil.
- Das Einfrieren von Türen vermeidet man durch Talkum auf den Dichtungen. Schloss-Öl hält die Türschlösser eisfrei.